Ballspiele existieren in der Geschichte der Menschheit seit Urzeiten. Schriften und Darstellungen zeugen davon, dass Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten in der Antike dieser Freizeitbeschäftigung nachgingen. Heute existieren zahlreiche Ballsportarten, Tischtennis ist eine davon. Einig sind sich Historiker, dass sich das Tischtennis aus dem Tennis entwickelte, das seit dem 13. Jahrhundert existiert. Der genaue Zeitpunkt, wann Tischtennis entstand, bleibt jedoch ungeklärt.

Die Anfänge des Tischtennis

Die Spuren führen zunächst nach England. Tennisspieler verlegten das „Rasentennis“ wegen des schlechten Wetters nach drinnen und erfanden eine Art „Miniaturtennis“. Als Feld diente der Küchentisch, als Netz eine Schnur. Als Schläger benutzten sie Bratpfannen und als Ball eine Kugel aus Kork oder ein Gummiball. 1884 ist zum ersten Mal von Tischtennis oder Ping Pong die Rede. Letzterer Begriff geht auf die Geräusche des Balls zurück, die beim Aufprall auf den Tisch entstehen.

Tischtennis in Deutschland

Es dauerte nicht lange und das Tischtennisspiel kam nach Deutschland. Es verbreitete sich in Berlin in speziellen Clubs und Cafés. Ein berühmtes Café war das Ping-Pong-Café am Viktoria-Luise-Platz. Im Jahr 1899 gründeten Spieler in Berlin die erste deutsche Tischtennis- und Ping-Pong-Gesellschaft. Es blieb jedoch ein Sport, der den wohlhabenden Gesellschaftsschichten vorbehalten war.

Von der deutschen Meisterschaft zu internationalen Tischtenniswettbewerben

Die erste Tischtennis-Meisterschaft in Deutschland fand 1907 statt. Für kurze Zeit geriet das Tischtennisspiel daraufhin in Vergessenheit. Erst 1925 folgte eine weitere Meisterschaft, die Bundesspiele im Tischtennis. Diese Turniere fanden in regelmäßigen Abständen statt und nannten sich ab den dreißiger Jahren „Nationale Deutsche Meisterschaften“.

Sie entwickelten sich bald zu internationalen Wettbewerben. 1926 fand die erste Weltmeisterschaft statt, an der auch Deutschland teilnahm. Dort gründeten die Teilnehmer die erste „International Table Tennis Federation“ in London. Diese Einrichtung führte viele einheitliche Regeln und Maße ein, die heute noch gelten.

Die Tischtennisspielerin Erika Metzger gewann 1928, als einzige deutsche Teilnehmerin bei einer Weltmeisterschaft, die erste deutsche Medaille. Weitere berühmte deutsche Tischtennisspieler, die Welt- und Europameister-Titel in der Geschichte des Tischtennis gewannen, sind Jörg Roßkopf und Timo Boll.