Tomokazu Harimoto – ein Wunderkind oder ein richtiger Tischtennis-Kämpfer?

Man darf gespannt sein, was bei der nächsten Olympiade passiert, wenn sie 2020 ausgetragen wird. Tomokazu Harimoto wird sicherlich ganz weit vorne mitspielen. Schaut man zunächst zurück, lassen sich viele Indizien für seine Gefährlichkeit für die deutschen Tischtennisspieler erahnen. Der Spieler aus dem Reich der Sonne mit chinesischer Abstammung ist gerade 15 Jahre alt geworden. In diesen jungen Jahren hat er sich bereits auf Platz 10 der Rangliste IFFT vorgearbeitet. Zementiert wurde dies mittels Erfolge bei demselben Veranstalter, nämlich den IFFT World Touren. Bei diesen gewann er beispielsweise Gold 2017 in Olmütz und 2018 in Kitakyūshū, welches eine Stadt in seinem Heimatland ist.

Dass Tomokazu Harimoto so mit jungen Jahren erfolgreich ist, hat er seinem Talent und seinem frühen Beginn zu verdanken. Mit 2 Jahren begann der Junge zu spielen. Seine Eltern mögen dabei die wichtigen Vorbilder und Motivatoren gewesen sein, die selbst in der Jugendnationalmannschaft in China spielten. Nach der Auswanderung nach Japan waren sie weiterhin als Tischtennistrainer aktiv. Dies mag den jungen Spieler, der damals noch in China Zhang Zhihe hieß und mit der Staatsbürgerschaft Japans sich Tomokazu Harimoto nennen durfte, sicherlich beeinflusst haben. Es scheint in der gesamten Familie zu liegen, denn seine jüngere Schwester Miwa spielt bereits auch erfolgreich bei den Damen mit.

Selbst Timo Boll war überrascht, dass der junge Spieler körperlich mithalten konnte, als er ihn bei der WM in 2017 Tomokazu Harimoto erleben durfte. War Timo Boll noch im letzten Jahr die Nummer 1 der Rangliste und Harimoto weiter hinten, kommt er dem Deutschen wesentlich näher, der nun auf Platz 3 zurückgefallen ist. Aus diesem Grunde werden die zunehmenden Ängste vor dem Naturtalent spätestens zur Olympia seine Reife finden, wenn nicht sogar schon wesentlich früher. Zu den weiteren deutschen Sorgenträgern könnte ebenso Dimitrij Ovtcharov gehören, der sich aktuell einen Platz vor Timo Boll vorgearbeitet hatte. Auch er ist nicht mehr weit vor dem jungen Japaner platziert.

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