Tischtennis für den Frieden zwischen Nord- und Südkorea

Annäherung der Teams Nordkorea und Südkorea

Sport schreibt Geschichte: Bei der Tischtennis-WM in Schweden setzten die Teams aus Nord- und Südkorea ein historisches Zeichen. Mit der Unterstützung und dem Rückhalt des Tischtennis-Weltverbandes ITTF entschieden sich die Mitglieder der Damenmannschaften beider Länder für eine symbolische Geste. Anstatt im Viertelfinale der WM gegeneinander anzutreten, beschlossen sie als gemeinsames Team ins Halbfinale einzuziehen.

Freudige Überraschung vor dem Spielstart

Diese Entscheidung setzte ein wichtiges historisches Zeichen im Friedensprozess des seit Jahren andauernden Konflikts zwischen beiden Ländern. Die Ankündigung kam überraschend als die beiden Damenmannschaften wie geplant zum Viertelfinale der Tischtennis-WM in die Halle einliefen. Wie üblich fand die offizielle Präsentation der Mannschaftsmitglieder beider Teams in der schwedischen Stadt Halmstadt, dem Austragungsort der diesjährigen WM, statt. Doch dann kam die Überraschung. Anstatt wie normalerweise üblich zu den Spieltischen zu gehen versammelten sich die Teams, um ein gemeinsames Gruppenfoto zu machen. Die leicht verdutzten Zuschauer hörten daraufhin die Ansage des Hallensprechers. Dieser verkündete die frohe Botschaft, dass sich Nord- und Südkorea zu einem Team vereint hatten. Sie würden ab sofort für den Rest des Turniers gemeinsam in den Wettkämpfen antreten und vereint für den Sieg kämpfen.

Unterstützung im Tischtennis für den Friedensprozess

Diese Geste setzte ein wichtiges Zeichen, nachdem sich am Wochenende zuvor die Staatschefs beider Länder getroffen hatten, um eine politische Annäherung zu erzielen. Seit Jahren befinden sich beide Länder im Kriegszustand und die Grenzen sind dicht. Viele Bewohner der nord- und südkoreanischen Halbinsel haben keine Möglichkeit, mit ihren Verwandten auf der anderen Seite der Insel in Kontakt zu treten. Dieses angespannte Verhältnis belastet nicht nur die Koreaner sondern die gesamte Weltgemeinschaft. Daher begrüßten und unterstützten der ITTF und das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Entscheidung beider Teams als wichtige historische Entwicklung.

Bereits zuvor hatte es in anderen Sportdisziplinen Annäherungen zwischen den Teams aus Nord- und Südkorea gegeben. Nun setzte auch das Team im Tischtennissport ein wichtiges politisches Zeichen.

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