Tischtennis ist heute olympische Disziplin, doch erst seit Ende des letzten Jahrhunderts, genauer gesagt seit 1988. Die Ursprünge der Sportart, die sich aus dem herkömmlichen Tennis entwickelte, gehen auf das neunzehnte Jahrhundert zurück. 1874 machte der britische Major Walter Clapton Wingfield das Ballspiel „Spharistike“, eine Vorform der Sportart, in England bekannt. Aufgrund des regnerischen Wetters verlegten die Engländer das “Rasen-Tennis” bald nach drinnen.

Die Anfänge des Tischtennis

Tischtennisplatten, Netze, Schläger und Bälle gab es damals in der heutigen Form noch nicht. Tische, einfache Schnüre und Federballschläger sowie Bücher oder Pfannen dienten als Equipment. Gummibälle mit Flanellüberzügen oder Korkkugeln benutzten die Spieler als Ball. Das „Lawn Tennis“ war bald als „Raum Tennis“ bekannt. James Gibb veröffentlichte 1875 die ersten Spielregeln und führte Spielbälle aus Zelluloid aus den USA ein. Ende des neunzehnten Jahrhunderts war die Sportart wegen der Geräusche des Balls unter dem Begriff „Ping Pong“ bekannt.

Die ersten internationalen Turniere und Verbände in Deutschland

1897 fand in der Geschichte des Tischtennis die erste nationale Meisterschaft in Ungarn statt. Zwei Jahre später gab es erste Meisterschaften in asiatischen Ländern wie Japan, China und Korea. Die erste Tennis- und Ping-Pong-Gesellschaft in Deutschland entstand 1899 und das erste Tischtennis-Café im Jahr 1900 in Berlin. Um die Jahrhundertwende fand das erste Tischtennisturnier in Deutschland statt. Die Sportart breitete sich in weiteren Ländern aus und 1902 fand das erste internationale Tischtennisturnier in Wien statt. Im zwanzigsten Jahrhundert mutierte die Freizeitbeschäftigung zum Wettkampfsport und verbreitete sich in Mittel- und Osteuropa. Jüdische Mitbürger prägten maßgeblich die Entwicklung und Verbreitung des Sports als Wettkampfdisziplin. Sie trieben die Gründung von Verbänden wie dem Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) voran.

Die Geschichte des Tischtennis bis heute

Japanische Spieler waren ab den fünfziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts führend in Spieltechniken wie dem Topspin, den Erich Arndt als erster deutscher Spieler beherrschte. Die Japaner gaben ihre Vorherrschaft ab den sechziger Jahren an ihre chinesischen Nachbarn ab. Die Chinesen haben sich seitdem zu den aktivsten und führenden Tischtennisspielern weltweit entwickelt.