Auch wenn er nicht ganz an die Klasse von Timo Boll herankam, kann man ihn doch getrost als die Nummer 2 im deutschen Tischtennis bezeichnen: Jörg Roßkopf begann seine Karriere, nachdem er die Realschule beendet hatte und direkt ins Tischtennis-Leistungszentrum kam. Bis 2010 spielte Roßkopf als Profi-Spieler, der Linkshänder war auch international ein gefürchteter Gegner.

Einer seiner größten Erfolge war der Gewinn der Tischtennis-WM im Doppel zusammen mit Steffen Fetzner im Jahr 1989. Damals hatte keine die beiden auf dem Radar, und umso überraschter waren auch die polnischen Gegner, als sie sich dem deutschen Doppel geschlagen geben mussten.

Ein weiterer Höhepunkt war die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona. Auch hier konnte Roßkopf sich auf seinen Partner Fetzner verlassen und die beiden gewannen die Silbermedaille – und damit die erste Medaille im Tischtennis, die Deutschland jemals errungen hatte.

Nach der Profikarriere Bundestrainer

Im selben Jahr wurde Roßkopf auch Europameister und kletterte in der deutschen Meisterschaft auf den zweiten Platz. Bei den Olympischen Spielen in Atlanta wurde er auch im Einzel gefeiert, und zwar mit einer Bronzemedaille. Im Jahr 1998 kam dann endlich der internationale Erfolg, er gewann den Weltcup.

Ein großer Traum ging für ihn 2004 in Erfüllung, als er mit der Deutschen Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften die Silbermedaille errang, auch wenn er selbst nicht im Finale spielte. Zwei Jahre zuvor hatte er sich noch mit Verletzungen herumplagen müssen, die sogar eine Zeitlang seine Karriere infrage stellten. Doch Roßkopf kam zurück, siegte weiter und beendete 2010 dann seine Profikarriere. Nach wie vor spielt er noch im Amateurbereich, seine Hauptbeschäftigung ist aber die als Bundestrainer der Deutschen Herren Nationalmannschaft im Tischtennis. Das zahlte sich aus, die Mannschaft wurde sofort Europameister, und zwar in Einzel, im Doppel und in der Mannschaftswertung. Hinzu kam auch noch ein zweiter Platz bei der Weltmeisterschaft im Tischtennis.