Aus im Achtelfinale bei China Open

Der deutsche Tischtennis Superstar Timo Boll musste beim China Open eine herbe Niederlage einstecken. Er war eigentlich als Nummer Zwei gesetzt, aber bereits im Achtelfinale scheiterte er am Chinesen Liang Jingkun. Dieser ist gerade mal auf dem 125. Platz der Weltrangliste, umso überraschender war es, dass Boll das Spiel verlor. Boll gab an, zwar gut gespielt zu haben, aber im zweiten Satz die Führung seinem Gegner überlassen zu haben. Damit war auch der letzte der deutschen Männer bei diesem Turnier ausgeschieden.

Zunächst hatte man sich noch Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden gemacht, hatten die deutschen Männer doch bei der WM zwar gegen China im Finale verloren, aber mit Silber ein durchaus respektables Ergebnis vorweisen können.

Weiter kam hingegen bei den Frauen die deutsche Han Ying, die fast souverän ins Viertelfinale kam. Allerdings musste sie dort gegen die Weltranglisten-Vierte Wang Manyu spielen und verlor erwartungsgemäß. Ying ist mit dem 34. Platz auf der Weltrangliste die beste deutsche Tischtennisspielerin.

Den Sieg machten in den Turnier mit dem höchstem Prestige die Chinesen unter sich aus. Bei den Männer gewann Ma Long seinen siebten Einzeltitel bei dem Turnier, im Herren Doppel siegten Fan Zhendong und Lin Gaoyuan, die Gewinnerin bei den Frauen war Wang Manyu und im Doppel der Frauen gewannen Ding Ning und Zhu Yuling.

Das China Open ist ein internationales Tischtennis Turnier, das im Rahmen der World Tour des Internationalen Tischtennisverbandes veranstaltet wird. Auf den Siegerpodesten finden sich fast immer chinesische Spieler. Nur die beiden Deutschen Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov sowie der Kroate Zoran Primorac konnten jemals als Ausländer das Turnier im Herreneinzel gewinnen. Bei den Frauen hat es noch niemals eine Nicht-chinesische Gewinnerin gegeben.

Die Veranstaltung findet seit diesem Jahr in Shenzen statt und zwar im Bao’An Districts Sport Center Gymnasium und ist seit 2017 auch Teil der World Tour Platinum, zu der die sechs besten Turniere gehören.

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